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Kachelöfen: Sinnbild der Behaglichkeit
Kachelofen - Checkliste
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Kachelöfen: Sinnbild der Behaglichkeit
Der Kachelofen hat eine magische Anziehungskraft für Groß und Klein. Die Kachelofenwärme empfindet der menschliche Organismus wie ein natürliches Sonnenbad. Es gibt zwei verschiedene Haupttypen von Kachelöfen – den Grundofen und den Warmluftofen!

Funktion Grundofen:
Der Grundofen erzeugt zum einen mit seiner Strahlungswärme eine gemütliche Wärme und zum anderen ist er aufgrund seines dicken Kachelmantels in der Lage, Wärme lange zu speichern. Charakteristisch für den Grundofen sind der gemauerte Feuerraum und die gemauerten Nachheizzüge, deren Aufgabe es ist, die bei der Verbrennung entstehenden Heizgase an den Schornstein weiterzuleiten und gleichzeitig Wärme an die Ofenwände abzugeben. Die Gase werden durch sogenannte Sturz-, Steig-, Liege- und Deckenzüge zum Schornstein geführt.

Auf diese Art wird auf Umwegen mehr Heizleistung erreicht. Wichtig ist, dass die Länge der Züge richtig berechnet ist, da der Grundofen sonst nicht richtig funktioniert; sind die Züge zu kurz wird unnötig Energie verschwendet, sind sie zu lang kühlen die Rauchgase zu früh ab, was zur Folge haben kann, dass Ofen und Schornstein versotten.

Der Grundofen ist eher als Dauerheizung geeignet. Die Ofenwände speichern die Wärme und geben sie zeitverzögert als Strahlungswärme an den Raum ab. Der Grundofen erzeugt aber auch Konvektionswärme, wobei sich die Luft an den Kachelwänden erwärmt, nach oben steigt und kühlere Luft nachzieht. Das Verhältnis Strahlungs- zu Konvektionswärme beträgt etwa 55 zu 45 Prozent. Für den Grundofen wird normalerweise nur Holz verwendet.

Funktion Warmluftofen:
Der Warmluftofen ist je nach Ausführung bestens geeignet um mehrere Räume, aber auch Etagen mit angenehmer Wärme zu versorgen. Die Wärme wird über die Raumluft erzeugt, die als unmittelbarer Wärmeträger genutzt wird. Im Gegensatz zum Grundofen besteht der Warmluftofen aus einem Gussheizeinsatz und einem Nachheizkasten aus Stahlblech oder Gusseisen. Es können auch keramische Nachheizflächen eingesetzt werden, wobei der Strahlungsanteil und die Dauer der Wärmeabgabe erhöht wird. Die Raumluft tritt unter dem Ofensockel ein, wird am heißen Heizeinsatz oder am Nachheizkasten erwärmt und tritt durch Luftgitter oder Gitterkacheln als Warmluft wieder in den Raum ein. Die Kachelwände erwärmen sich und geben Strahlungswärme ab. Der Warmluftofen ist bestens geeignet um schnelle Wärme zu erzeugen. Heizeinsätze können wahlweise mit Brennstoffen wie Holz, Kohle, Öl, Gas und Strom betrieben werden.

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